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<title>Hunaland</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Hunaland</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Hunaland</b> oder <b>Húnaland</b> ist die <a href="Altnordische_Sprache" title="Altnordische Sprache">altnordische</a> Bezeichnung für ein Gebiet, dessen genaue Lage unklar ist. Es wird unter anderem in <a href="Altnordische_Literatur" title="Altnordische Literatur">altnordischen Quellen</a> aus dem 13. und 14. Jahrhundert erwähnt. Der Name dürfte mit dem Stammnamen <b>Hugas</b> oder <b>Hugonen</b> zusammenhängen, womit man im Frühmittelalter die <a href="Franken_(Volk)" title="Franken (Volk)">Franken</a> bezeichnet haben soll.
</p><p>In den nordischen Quellen bezeichnete Hunaland sowohl das norddeutsche Land der <a href="Franken_(Volk)" title="Franken (Volk)">Franken</a> (<a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a> <i>Hugones</i>, <a href="Altenglische_Sprache" class="mw-redirect" title="Altenglische Sprache">altenglisch</a> <i>Hūgas</i>) als auch das Land der <a href="Hunnen" title="Hunnen">Hunnen</a> in <a href="Pannonia_(Provinz)" title="Pannonia (Provinz)">Pannonien</a> (Ungarn). Die verschiedenen Lokalisierungen in Deutschland erstrecken sich vom heutigen südwestlichen <a href="Schleswig-Holstein" title="Schleswig-Holstein">Schleswig-Holstein</a> bis zu <a href="Nordrhein-Westfalen" title="Nordrhein-Westfalen">Nordrhein-Westfalen</a>. Ungarn galt als das Land der Hunnen und <a href="Awaren" title="Awaren">Awaren</a>. An die Stelle des unspezifischen Hunnen- oder Hunalandes trat im Spätmittelalter meist Ungarn, ohne dass sich die Schauplätze immer dorthin verlagerten.
</p><p>Der Ursprung des Begriffs Hunaland liegt vermutlich in der <a href="V%C3%B6lkerwanderung" title="Völkerwanderung">Völkerwanderungszeit</a>. Laut der <a href="Quedlinburger_Annalen" title="Quedlinburger Annalen">Quedlinburger Annalen</a> wurde der fränkische König <a href="Theuderich_I." title="Theuderich I.">Theuderich I.</a> als <i>Hugo</i> angedeutet. Hier heißt es:
</p>
<dl><dd>„Dieser Theodorich heißt Hugo, oder Franke, weil einst alle Franken nach einem ihrer Anführer Hugo Hugonen (<i>Hugones</i>) genannt wurden.“</dd></dl>
<p>Der lateinische Name des Königs wurde im mittelhochdeutschen Gedicht <a href="Wolfdietrich" title="Wolfdietrich">Wolfdietrich</a> als <i><a href="Hugdietrich" title="Hugdietrich">Hugdietrich</a></i> übersetzt.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Verwirrung zwischen Hunnen und Hugen hatte sowohl sprachliche als auch historische Gründe.
Der Chronist <a href="Gregor_von_Tours" title="Gregor von Tours">Gregor von Tours</a> behauptete bereits im 6. Jahrhundert, wohl zu Unrecht, dass die Franken, wie die Hunnen, aus Pannonien stammten. Laut des Germanisten <a href="Norbert_Wagner_(Germanist)" title="Norbert Wagner (Germanist)">Norbert Wagner</a> lag eine Verwechslung beider Begriffe nahe und kann eine Entwicklung von <i>Hūgas</i> nach <i>*Hūnas</i> sprachgeschichtlich plausibel gemacht werden.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Möglichkeit, dass fränkische Söldner in Pannonien gedient haben, darf allerdings nicht ausgeschlossen werden.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Man hat wohl einen Zusammenhang zwischen den Stammnamen <i>Hugas</i> mit dem der <i><a href="Chauken" title="Chauken">Chauken</a></i> vermutet, weil beide etymologisch als „die Hohen“ gedeutet werden. Demzufolge könnte man die Franken, deren genauen Herkunft ungewiss ist, als Nachkommen der Chauken bezeichnen. Die sprachgeschichtliche Zusammenhang zwischen den beiden Begriffen ist jedoch fraglich. Eher handelt es sich, laut des Germanisten <a href="Ludwig_R%C3%BCbekeil" title="Ludwig Rübekeil">Ludwig Rübekeil</a>, um ein „mythologisches Konstrukt, das sich die formale und semantische Ähnlichkeit beider Wortformen zunutze machte“ und eine bewusste Akt der „Selbstdefinition“ voraussetzte.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Folgt man seiner Argumentation, sodann dann verdankt der Stammesname Hugas, auf den sich das Wort Hunaland bezieht, seine Verbreitung vor allem dem Ruhm, den der Name der Chauci zuvor hatte. Zwischen der letzten Erwähnung chaukischer Piraten im späten 2. Jahrhundert und den ersten Berichten über die Einbrüche der Franken im Römischen Reich verging immerhin fast ein Jahrhundert.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lokalisierung">Lokalisierung</h2></div>
<p>Die Abgrenzungen in den schriftlichen Quellen lassen darauf schließen, dass das literarische Hunaland nicht im südöstlichen Ostseegebiet (<i>Wilzenland</i>, <i>Russia</i>, <i>Pul(in)aland</i>, <i>Wendland</i>) und nicht in Skandinavien (<i>Reidgotaland</i>, <i>Gautland</i>) lag. Diese sagengeografischen Begriffe müssen überlieferungsabhängig unterschieden werden. Gemeint ist mit Hunaland also entweder ein Gebiet südlich an Jütland grenzend sowie westlich von slawischem Gebiet oder, bis etwa zum 6. Jahrhundert, ein Bereich vom heutigen Ungarn als „Land der Hunnen“ (oder Awaren) bis zur Donau, insoweit zwischen Ostgoten, Fränkischem Reich und Gardarike (spätere <a href="Kiewer_Rus" title="Kiewer Rus">Kiewer Rus</a>). Hunaland könnte aber auch „ein alter Landschaftsname gewesen sein, der mit dem Namen der Hunnen erst sekundär identifiziert wurde“.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang zwischen Hunaland und dem Gebiet der <a href="Hundinge" title="Hundinge">Hundinge</a>. <a href="Kemp_Malone" title="Kemp Malone">Kemp Malone</a> versteht diesen Volksstamm, dessen Herrschaftsgebiet zweimal im <i>Widsith</i> (Zeile 23 und 81) genannt wird und auch im <i><a href="Beowulf" title="Beowulf">Beowulf</a></i> auftaucht, als „apparently an old nickname of the Langobards, later confined to the part of the tribe settled in East Holstein“.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings könnten auch die Flüsse <a href="Hunte" title="Hunte">Hunte</a> (in <a href="Niedersachsen" title="Niedersachsen">Niedersachsen</a>) und <a href="Hunze" title="Hunze">Hunze</a> (in den <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlanden</a>) als <a href="Geonym" class="mw-redirect" title="Geonym">geonymische</a> Relikte oder Namenspaten gedeutet werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Altenglische_und_lateinische_Quellen">Altenglische und lateinische Quellen</h2></div>
<p>Der eigentliche Begriff Hunaland existiert im Altenglischen und Lateinischen nicht; allerdings werden in verschiedenen Texten Herrschaftsgebiete von Hunnen oder Hunen genannt. Diese Angaben können bei der Lokalisierung von Hunaland helfen.
</p><p>Im 8. Jahrhundert erwähnt <a href="Beda_Venerabilis" title="Beda Venerabilis">Beda Venerabilis</a> in seiner <i><a href="Historia_ecclesiastica_gentis_Anglorum" title="Historia ecclesiastica gentis Anglorum">Historia ecclesiastica gentis Anglorum</a></i> in einer geografisch begrenzten Aufzählung das Gebiet der <i>Hunni</i> in einem Bereich zwischen Nord- und Ostsee:
</p>
<dl><dd><dl><dd><i>… quarum in Germania plurimas noverat esse nationes, a quibus Angli vel Saxones, qui nunc Britanniam incolunt, genus et originem duxisse noscuntur; unde hactenus a vicina gente Britonum corrupte Garmani nuncupantur. Sunt autem Fresones, Rugini, Danai, Hunni, Antiqui Saxones, Boructuarii; sunt alii perplures iisdem in partibus populi, paganis adhuc ritibus servientes, ad quos venire præfatus Christi miles, circumnavigata Britannia …</i><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></dd></dl></dd></dl>
<p>Somit lokalisiert er die <i>Hunni</i> zwischen <a href="D%C3%A4nen" title="Dänen">Dänen</a> (<i>Danai</i>) und <a href="Sachsen_(Volk)" title="Sachsen (Volk)">Altsachsen</a> (<i>Antiqui Saxones</i>) und erwähnt sie zusammen mit <a href="Friesen" title="Friesen">Friesen</a>, <a href="Rugier" title="Rugier">Rugiern</a> und (vermutlich) <a href="Brukterer" title="Brukterer">Brukterern</a>.
</p><p>Im altenglischen <a href="Preislied" title="Preislied">Preislied</a> <i><a href="Widsith" title="Widsith">Widsith</a></i> wird zwischen zwei hun(n)ischen Herrschaftsbegriffen unterschieden, und zwar zum einen in Zeile 18 (<i>Ætla weóld Hûnum, Eormanríc Gotum</i>) und zum anderen in Zeile 33 (<i>Hún Hætwerum and Holen Wròsnum</i>). Die von einem <i>Hún</i> angeführten <i>Hætwera</i> werden von der Forschung mit dem am Niederrhein siedelnden Volksstamm der <a href="Chattuarier" title="Chattuarier">Chattuarier</a> gleichgesetzt, während mit den <i>Wròsnum</i> möglicherweise auf einen dänischen Volksstamm verwiesen wird, der auf der Insel Vresen (südöstlich von <a href="F%C3%BCnen" title="Fünen">Fünen</a>) ansässig war (also wiederum im nördlichen Raum).<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Altnordische_Quellen">Altnordische Quellen</h2></div>
<p>Eine <a href="Skaldik" title="Skaldik">skaldische</a> Strophe der um 1350 in der <i><a href="M%C3%B6%C3%B0ruvallab%C3%B3k" title="Möðruvallabók">Möðruvallabók</a></i> niedergeschriebenen <i><a href="Korm%C3%A1ks_saga" title="Kormáks saga">Kormáks saga</a></i> vermittelt <i>Húnaland</i> als ein mit Dänemark benachbartes Gebiet:
</p>
<dl><dd><dl><dd><i>Alls metk auðar þellu</i><br></dd>
<dd><i>Íslands, þás mér grandar,</i><br></dd>
<dd><i>Húnalands ok handan&nbsp;</i><br></dd>
<dd><i>hugstarkr sem Danmarkar;</i><br></dd>
<dd><i>verð es Engla jarðar&nbsp;</i><br></dd>
<dd><i>Eir háþyrnis geira&nbsp;</i><br></dd>
<dd><i>(sól-Gunni metk svinna&nbsp;</i><br></dd>
<dd><i>sunds) ok Íra grundar.</i><sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></dd></dl></dd></dl>
<p>In der <a href="Thidrekssaga" title="Thidrekssaga">Thidrekssaga</a> (um 1250), die weitgehend auf norddeutschen Vorlagen Bezug nimmt, werden das Gebiet <i>Hunaland</i> oder <i>Húnaland</i> sowie dessen Bewohner, die <i>Húnir</i> oder <i>Hýnir</i>, genannt. Gemäß den geografischen Angaben der Saga liegt das von Attila, dem Sohn des friesischen Königs Osid, eroberte hunaländische Reich im nördlichen Deutschland, welches dieser bis zu seinem Tod von seiner Soester Residenz aus regierte und das anschließend von Thidrek übernommen wurde.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Heinrich_Beck_(Philologe)" title="Heinrich Beck (Philologe)">Heinrich Beck</a> zufolge handelt es sich dabei um eine historisch falsche Umlokalisierung von Húnaland.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bis auf das an der Havel verortete Brandenburg liegen nach William J. Pfaff alle eindeutig identifizierbaren Orte bzw. Schauplätze zwischen der Weser und dem Rheinland, und zwar in westlicher Ausdehnung nördlich vom Sauerland und in östlicher Richtung bis an den Harz. Der nördliche Bereich von Hunaland reiche bis zu der Küstenregion von Friesland, das die Saga als unabhängiges Herrschaftsgebiet überliefert.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das auf den gleichen Sagenstoff zurückgehende <a href="Nibelungenlied" title="Nibelungenlied">Nibelungenlied</a> spielt mit der Figur Etzel allerdings auf den <a href="Hunnen" title="Hunnen">Hunnenkönig</a> <a href="Attila" title="Attila">Attila</a> an.
</p><p>Weitere Erwähnungen von Hunaland oder hunnischen Gebieten sind in verschiedenen <a href="Vorzeitsagas" title="Vorzeitsagas">Vorzeitsagas</a> zu finden. Die <i><a href="Hervarar_saga_ok_Hei%C3%B0reks_konungs" title="Hervarar saga ok Heiðreks konungs">Hervarar saga ok Heiðreks konungs</a></i> lokalisiert <i>Húnaland</i> zwischen <i><a href="Reidgotaland" title="Reidgotaland">Reidgotaland</a></i>, <i><a href="Deutschland" title="Deutschland">Saksland</a></i> und <i><a href="Gardarike" title="Gardarike">Garðariki</a></i> und erwähnt <i>Myrkviðr</i> als Grenzwald. Möglich wäre demzufolge ein Gebiet südlich von <a href="J%C3%BCtland" title="Jütland">Jütland</a>, nördlich und östlich von <a href="Niedersachsen" title="Niedersachsen">Niedersachsen</a> und westlich von slawischem Gebiet, oder ein Gebiet der <a href="Awaren" title="Awaren">Awaren</a> (ehemaliges Gebiet der Hunnen) zwischen <a href="Ostgoten" class="mw-redirect" title="Ostgoten">Ostgoten</a>, <a href="Fr%C3%A4nkisches_Reich" title="Fränkisches Reich">Fränkischem Reich</a> und Gardarike. In der <i><a href="Egils_saga_einhenda_ok_%C3%81smundar_berserkjabana" title="Egils saga einhenda ok Ásmundar berserkjabana">Egils saga einhenda ok Ásmundar berserkjabana</a></i> liegt <i>Rússia</i> zwischen <i>Hunaland</i> und <i>Garðariki</i>; laut der <i><a href="%C3%96rvar-Odds_saga" title="Örvar-Odds saga">Örvar-Odds saga</a></i> reicht Hunaland bis zum Fluss <i>Duna</i> (<a href="Dh%C3%BCnn_(Wupper)" title="Dhünn (Wupper)">Dhünn</a> in Nordrhein-Westfalen oder <a href="Donau" title="Donau">Donau</a>?) und ist benachbart zu <i>Bjarkaland</i>. Die <i><a href="V%C3%B6lsunga_saga" title="Völsunga saga">Völsunga saga</a></i> erzählt, dass <a href="Signy_(W%C3%B6lsungen)" title="Signy (Wölsungen)">Signy</a> aus <i>Hunaland</i> die <a href="Siggeir" title="Siggeir">Siggeir</a> aus <i><a href="Gauten" title="Gauten">Gautland</a></i> heiratet, und in der <i><a href="Ragnars_saga_lo%C3%B0br%C3%B3kar" title="Ragnars saga loðbrókar">Ragnars saga loðbrókar</a></i> wird <a href="Hvitserk_Ragnarsson" title="Hvitserk Ragnarsson">Hvitserk Ragnarsson</a>, der Herrscher von <i>Reidgotaland</i> und <i><a href="Wendland" title="Wendland">Wendland</a></i> (damals slawisches Gebiet), vom Fürst der <i>Hunen</i> getötet.
</p><p>Hunaland kommt auch in altnordischen <a href="Kosmografie" title="Kosmografie">kosmographischen</a> Texten vor, so erwähnt die „Mittlere Weltbeschreibung“ Hunaland als kleines Reich östlich von Saxland.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nur die „Weltbeschreibung mit Völkerkunde“ verortet Húnaland nicht in Osteuropa, sondern zwischen Amazonia und Albania.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Friesland">Friesland</h2></div>
<p>Die Sagen von Attila, der König der Hunnen und Dietrich von Bern (<i>thi kining Ethela, thi Hunena kining, and Thiadric, thi Bernera kining</i>) waren auch im spätmittelalterlichen Friesland verbreitet.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Holland und Westfriesland wurde um 1500 die Legende gepflegt, der letzte friesische König Radbod II. (Sohn des bekannten <a href="Radbod_(Friesland)" title="Radbod (Friesland)">Radbods I.</a>) hätte eine ungarische Prinzessin Amarra geheiratet. In der deutschen und französischen Romanliteratur und in volkstümlichen Chroniken, wie die des <a href="Grafschaft_Hennegau" title="Grafschaft Hennegau">hennegauischen</a> Historikers <a href="Jean_d%E2%80%99Outremeuse" title="Jean d’Outremeuse">Jean d’Outremeuse</a> (1338–1400), waren die Geschichten über Kriege zwischen Friesen und Hunnen (<i>Huens</i>) bzw. Ungarn (<i>Hongrois</i>) reichlich vertreten. Auch hier vermischten sich Sagen aus der Völkerwanderungszeit mit Berichten über späteren Ereignissen, die eher in Norddeutschland spielten.
</p><p>Bereits um 1550 behauptete der ostfriesische Chronist <a href="Eggerik_Beninga" title="Eggerik Beninga">Eggerik Beninga</a>, die Stadt Groningen an der Hunze sei von den Hunnen gegründet worden. Die westfriesische Geschichtsschreibung des späten 16. Jahrhunderts fabulierte, wohl an dem Sagenstoff anknüpfend, ein mythisches Friesenreich in Westfalen rund um <a href="Soest" title="Soest">Soest</a>. Autoren des 17., 18. und frühen 19. Jahrhundert haben, den gelehrten Pfarrer <a href="Johan_Picardt" title="Johan Picardt">Johan Picardt</a> folgend, die Namen von Hunze, Hunsingo und dem Hohenzug <a href="Hondsrug" title="Hondsrug">Hondsrug</a> wohl mit den <a href="Hunnen" title="Hunnen">Hunnen</a> in Verbindung gebracht, von den man meinte, sie hätten die <a href="Dolmen" title="Dolmen">Großsteingräber</a> (Niederdeutsch: <i>Hunebed</i>) gebaut. Der Name Hondsrug datiert erst aus dem 18. Jahrhundert und leitet sich ebenfalls aus dem Flussnamen Hunze ab.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Humsterland_als_Stammland_der_Hugas">Humsterland als Stammland der Hugas</h3></div>
<p><a href="Hunsingo" title="Hunsingo">Hunsingo</a> und Humsterland sind zwei historischen <a href="Gau" title="Gau">Gaue</a> im <a href="Ommelande" title="Ommelande">Groningerland</a> (Niederlande), die bisweilen als Stammland der <i>Hugas</i> angedeutet werden. Der Name Hunsingo leitet sich von der Flussname <a href="Hunze" title="Hunze">Hunze</a> ab, dessen Etymologie jedoch nichts mit Hunaland zu tun hat. Der Name Humsterland (<i>Hugmerthi</i> oder <i>Hugumarchi</i>, „<a href="Mark_(Territorium)" title="Mark (Territorium)">Mark</a> der Hugen“) wird dagegen häufig mit den Stammnamen Hugas und demzufolge mit den <a href="Chauken" title="Chauken">Chauken</a> (beide in der Bedeutung „die Hohen“) in Verbindung gebracht.
</p><p>Der heilige <a href="Altfried" title="Altfried">Altfried</a>, Bischof von Münster und Abt der Klöster Werden und Helmstedt, vermerkt (wiederum sukzessiv wie Beda) beide Landschaften in der <i>Vita Liudgeri</i>, einer Biografie über seinen Onkel <a href="Liudger" title="Liudger">Liudger</a>, dass dieser unter <a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karl dem Großen</a> zum geistigen Führer der Friesen in den fünf Gauen östlich des Flusses <i>Labeki</i> ernannt wurde, das heißt zum
</p>
<dl><dd><dl><dd><i>doctorem in gente Fresonum ab orientali parte fluminis Labeki super pagos quinque, quorum haec sunt vocabula Hugmerthi, Hunusga, Fivilga, Emisga, Fediritga et unam insulam, quae dicitur Bant.</i><sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></dd></dl></dd></dl>
<p>Der Fluss <i>Labeki</i>, der in anderen Quellen auch als <i>fluvium Lavicam</i> bezeichnet wird, ist als dem späteren Grenzfluss <a href="Lauwers" title="Lauwers">Lauwers</a> zu identifizieren, der der niederländischen <a href="Lauwerszee" class="mw-redirect" title="Lauwerszee">Lauwerszee</a> (jetzt <a href="Lauwersmeer" title="Lauwersmeer">Lauwersmeer</a> genannt) seinen Namen gibt. Die damalige Insel <a href="Bant_(Insel)" title="Bant (Insel)">Bant</a>, mit den Relikten Juist und Borkum, wird in der Emsmündung vermutet, wo eine <a href="Hallig" title="Hallig">Hallig</a> mit diesem Namen um 1600 durch Einwirkung der Wellen untergegangen ist.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Name <i>Hugas</i> kann sprachgeschichtlich mit dem Gaunamen Humsterland in Verbindung gebracht werden, umso mehr, da die ältere Forschung hier eine alte Grenze zwischen Friesen und Chauken vermutet hat. Der Germanist <a href="Elmar_Seebold" title="Elmar Seebold">Elmar Seebold</a> glaubt deshalb, dass jedenfalls ein Teil der Franken aus dem friesisch-chaukischen Küstenbezirk eingewandert ist und nachher seinen alten Stammnamen für den der Franken eingetauscht hat.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ähnliches wurde bereits 1954 vom Historiker Willem Jan de Boone vertreten.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Archäologische Funde dürften diese Sachlage bestätigen.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Heinz_Ritter-Schaumburg">Heinz Ritter-Schaumburg</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Heinz_Ritter-Schaumburg#Ritters_Thesen_zur_Nibelungensage" title="Heinz Ritter-Schaumburg">Ritters Thesen zur Nibelungensage</a></div>
<p>Der <i><a href="Thidrekssaga" title="Thidrekssaga">Thidrekssaga</a></i> und das <i><a href="Nibelungenlied" title="Nibelungenlied">Nibelungenlied</a></i> bildeten die Grundlage für die umstrittenen Theorien von <a href="Heinz_Ritter-Schaumburg" title="Heinz Ritter-Schaumburg">Heinz Ritter-Schaumburg</a> (1902–1994), der behauptete, dass die mittelalterlichen Sagenfiguren auf ein historisches Königreich Hunaland zurückgingen, das im 6. Jahrhundert am Niederrhein beheimatet gewesen wäre.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><cite class="lang" lang="sv" dir="auto" style="font-style:italic">Hunaland</cite>. In: Theodor Westrin (Hrsg.): <cite class="lang" lang="sv" dir="auto" style="font-style:italic"><a href="Nordisk_familjebok" title="Nordisk familjebok">Nordisk familjebok konversationslexikon och realencyklopedi</a></cite>. 2. Auflage. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>11</span>: <i>Harrisburg–Hypereides</i>. Nordisk familjeboks förlag, Stockholm 1909, <span style="white-space:nowrap">Sp.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>1304</span> (schwedisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://runeberg.org/nfbk/0680.html">runeberg.org</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Hunaland&amp;rft.atitle=Hunaland&amp;rft.btitle=Nordisk+familjebok+konversationslexikon+och+realencyklopedi&amp;rft.date=1909&amp;rft.edition=2&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Stockholm&amp;rft.pub=Nordisk+familjeboks+f%C3%B6rlag&amp;rft.volume=Band+11%3A+Harrisburg-Hypereides" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a href="Norbert_Wagner_(Germanist)" title="Norbert Wagner (Germanist)">Norbert Wagner</a>: <i>Zur Herkunft der Franken aus Pannonien</i>. In: <i>Frühmittelalterliche Studien</i> 11 (1977), S. 218–228</li>
<li><a href="Ludwig_R%C3%BCbekeil" title="Ludwig Rübekeil">Ludwig Rübekeil</a>: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/87204/6/Sprachgeschichte_und_Fr%C3%BChgeschichte_in_den_Niederlanden_-_Publikation.pdf">Frühgeschichte und Sprachgeschichte in den Niederlanden</a>.</i> In: <i>Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik</i> 71 (2013), S. 53–98, hier S. 73–77</li>
<li><a href="Reinhard_Wenskus" title="Reinhard Wenskus">Reinhard Wenskus</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/a/a147933.pdf"><i>Der ‘hunnische’ Siegfried: Fragen eines Historikers an den Germanisten</i></a>. In: Heiko Uecker (Hrsg.): <i>Studien zum Altgermanischen. Festschrift für Heinrich Beck</i>, Berlin/New York 1994 (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, 11), S. 686–721</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Ludwig Rübekeil: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/87204/6/Sprachgeschichte_und_Fr%C3%BChgeschichte_in_den_Niederlanden_-_Publikation.pdf">Frühgeschichte und Sprachgeschichte in den Niederlanden</a>.</i> In: <i>Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik</i> 71 (2013), S. 53–98, hier 73–77.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Wagner: <i>Zur Herkunft der Franken.</i></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. dazu Max Martin: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/4503/1/Martin_AlemannenimroemischenHeer_1998.pdf">Alemannen im römischen Heer: eine verpaßte Integration und ihre Folgen</a>.</i> In: Dieter Geuenich (Hg.): <i>Die Franken und die Alemannen bis zum "Schlacht bei Zülpich" (496/97)</i>, Berlin / New York 1998, S. 407–422, 418f.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Rübekeil: <i>Frühgeschichte</i>, S. 77.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Reinhard Wenskus und Heinrich Beck:&nbsp;<i>Attila.</i> In: <i><a href="Reallexikon_der_Germanischen_Altertumskunde" title="Reallexikon der Germanischen Altertumskunde">Reallexikon der Germanischen Altertumskunde</a></i> (RGA). 2. Auflage. Band 1, Walter de Gruyter, Berlin / New York 1973, ISBN 3-11-004489-7, S.&nbsp;467–473, hier S. 472.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Kemp Malone (Hrsg.): <i>Widsith.</i> Kopenhagen 1962. S. 176.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a href="Historia_ecclesiastica_gentis_Anglorum" title="Historia ecclesiastica gentis Anglorum">Historia ecclesiastica gentis Anglorum</a></i> V, 9.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Kemp Malone (Hrsg.): <i>Widsith.</i> Kopenhagen 1962. S. 212.</span>
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<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Lotte_Hedeager" title="Lotte Hedeager">Lotte Hedeager</a>: <i>Iron Age Myth and Materiality: An Archaeology of Scandinavia AD 400–1000.</i> London / New York 2011. S. 184–185.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Vers 8, vgl. Russell Poole: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://userpage.fu-berlin.de/~alvismal/7kormak.pdf"><i>Composition Transmission Performance: The First Ten lausavísur in Kormáks saga</i></a>. In: <i>Alvíssmál</i>, Nr. 7 (1997), S. 37–60, siehe S. 40 (mit englischer Übersetzung).</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Reinhard Wenskus und Heinrich Beck:&nbsp;<i>Attila.</i> In: <i><a href="Reallexikon_der_Germanischen_Altertumskunde" title="Reallexikon der Germanischen Altertumskunde">Reallexikon der Germanischen Altertumskunde</a></i> (RGA). 2. Auflage. Band 1, Walter de Gruyter, Berlin / New York 1973, ISBN 3-11-004489-7, S.&nbsp;467–473, hier S. 471–472.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Heinrich Beck: <cite style="font-style:italic">Þiðreks saga als Gegenwartsdichtung?</cite> In: <a href="Susanne_Kramarz-Bein" title="Susanne Kramarz-Bein">Susanne Kramarz-Bein</a> (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Hansische Literaturbeziehungen. Das Beispiel der Þiðreks saga und verwandter Literatur</cite> (=&nbsp;<cite style="font-style:italic">Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>14</span>). De Gruyter, 1996, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>94–95</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Hunaland&amp;rft.atitle=%C3%9Ei%C3%B0reks+saga+als+Gegenwartsdichtung%3F&amp;rft.au=Heinrich+Beck&amp;rft.btitle=Hansische+Literaturbeziehungen.+Das+Beispiel+der+%C3%9Ei%C3%B0reks+saga+und+verwandter+Literatur&amp;rft.date=1996&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=94-95&amp;rft.pub=De+Gruyter&amp;rft.series=Erg%C3%A4nzungsb%C3%A4nde+zum+Reallexikon+der+Germanischen+Altertumskunde" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">William J. Pfaff: <i>The Geographical and Ethnic Names in the Þíðriks Saga.</i> Mouton &amp; Co. ’S-Gravenhage 1959, Seite 91: „In <i>Þíðriks saga</i>, a kingdom in northern Germany, conquered by Attila, second son of the king of Frisia, who established his court at <i>Susat</i> (Soest), and ruled by him until his death, whereupon Þíðrikr incorporated it into his realm (…). All of the clearly identifiable localities in northern Germany except <i>Brandina-borg</i> (Brandenburg on the Havel) lie between the Weser and the Rhineland, north of the mountainous area known as the Sauerland in the west and the Harz in the east and exclusive of the coastal area, which belonged to the independent Frisian state.“</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Rudolf_Simek" title="Rudolf Simek">Rudolf Simek</a>: <cite class="lang" lang="non de" dir="auto" style="font-style:italic">Altnordische Kosmographie. Studien und Quellen zu Weltbild und Weltbeschreibung in Norwegen und Island vom 12. bis zum 14. Jahrhundert</cite> (=&nbsp;<cite class="lang" lang="non de" dir="auto" style="font-style:italic">Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>4</span>). De Gruyter, 1990, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>174,&nbsp;438,&nbsp;440,&nbsp;442,&nbsp;444</span> (altnordisch, deutsch).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Hunaland&amp;rft.au=Rudolf+Simek&amp;rft.btitle=Altnordische+Kosmographie.+Studien+und+Quellen+zu+Weltbild+und+Weltbeschreibung+in+Norwegen+und+Island+vom+12.+bis+zum+14.+Jahrhundert&amp;rft.date=1990&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=174%2C+438%2C+440%2C+442%2C+444&amp;rft.pub=De+Gruyter&amp;rft.series=Erg%C3%A4nzungsb%C3%A4nde+zum+Reallexikon+der+Germanischen+Altertumskunde" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Rudolf Simek: <cite style="font-style:italic">Altnordische Kosmographie. Studien und Quellen zu Weltbild und Weltbeschreibung in Norwegen und Island vom 12. bis zum 14. Jahrhundert</cite> (=&nbsp;<cite style="font-style:italic">Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>4</span>). De Gruyter, 1990, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>205,&nbsp;475</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Hunaland&amp;rft.au=Rudolf+Simek&amp;rft.btitle=Altnordische+Kosmographie.+Studien+und+Quellen+zu+Weltbild+und+Weltbeschreibung+in+Norwegen+und+Island+vom+12.+bis+zum+14.+Jahrhundert&amp;rft.date=1990&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=205%2C+475&amp;rft.pub=De+Gruyter&amp;rft.series=Erg%C3%A4nzungsb%C3%A4nde+zum+Reallexikon+der+Germanischen+Altertumskunde" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Foeke Buitenrust Hettema: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.nl/books?id=qBEVAAAAIAAJ&amp;pg=PA58&amp;dq=thiadric+ethela+hunena">Bloemlezing uit Oudfiesche geschriften</a></i>, Leiden 1890, S. 58. Ders.: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dbnl.org/arch/_tij010192101_01/pag/_tij010192101_01.pdf">Over Oudfriese letterkunde</a>. In: <i>Tijdschrift voor Taal en Letteren</i> 9 (1921), S. 300.</span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Vitae Sancti Liudgeri</i>, I, lib. I, 22. Vgl. die Textausgabe von Wilhelm Diekamp, Münster 1881.</span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Michael Meyer: <i>Ostfriesische Insel- und Küstenlandschaft.</i> Münsterdorf 1984.</span>
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<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Elmar Seebold: <i>Wann und wo sind die Franken vom Himmel gefallen?</i> In: <i>Beiträge zur Sprache und Geschichte der deutschen Literatur</i> 122 (2008), S. 40–46.</span>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Willem Jan de Boone: <i>De Franken van hun eerste optreden tot de dood van Childerik</i>, Groningen 1954, S. 16. So auch Dirk Peter Blok: <i>De Franken: Hun optreden in het licht der historie</i>, Bussum 1968, S. 68.</span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Ernst Taayke: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.nl/books?id=4zPvrGcl5ggC&amp;pg=PA1&amp;dq=%22franken%22+humsterland+Hugas">Wir nennen sie Franken und sie lebten nördlich des Rheins, 2.–5. Jh.</a></i> In: Ders. u.&nbsp;a. (Hg.): <i>Essays on the Early Franks</i>, Groningen 2003, S. 1–23.</span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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